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  01-08-2002:
Das Comeback


Seit dem Prozess war es einige Wochen relativ ruhig um Kim Schmitz. Zugegeben, die neuen Startbedingungen waren suboptimal. Zwar bestand noch ein gewisses Medieninteresse, das immerhin noch für eine drittklassige VIVA-Talkshow ausreichte. Doch in Punkto Hacktalent und Geschäftssinn war nicht viel übrig von der einstigen Legende.

Doch es war klar, dass der Zustand der Ruhe nicht lange anhalten würde. Kimbles Kapital ist, dass man über ihn spricht. Und so erreichten mich diverse Gerüchte - angefangen von einer potentiellen politischen Karriere bis hin zu einer musikalischen Ambitionen. Dass damit die vier Millionen Euro Schulden nicht zu bezahlen sind, dürfte klar sein.

Am 26. Juli war es dann soweit: Das erste Anzeichen des geschäftlichen Neubeginns erreichte die Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Kleinanzeigenteil "Beteiligungen und Geldverkehr" gibt es viele interessante Angebote, begonnen mit "Suche Investor für Erotik-Projekt" bis "Künstler malt auf Bestellung wertvolle Ölgemälde". Und mittendrin - fast zwei Quadratzentimeter groß auch die Anzeige unseres alten Bekannten.



Immerhin - die Anzeige wurde gelesen. Und so fragte ein österreichisches Handelsblatt nach. Und Kimble antwortete: "Ich entwickle eine Software für den Futurehandel an den Börsen, die erlaubt, tagesaktuell und schneller als der menschliche Händler auf News und Trends reagieren zu können". In fünf Jahren will er so einen Fonds von 500 Millionen Dollar zusammenhaben. Firmensitz: Cayman Islands.

Siehe auch:
31.07.2002 Wirtschaftsblatt.at: Kim Schmitz bastelt an Geldmaschine

 
Bye Kimvestor
Auffallend ist der Domainwechsel. Statt wie früher kimvestor.com für geschäftliche Transaktionen zu nutzen, verwendet er nun die Jux-Domain Kimpire.com. Vielleicht werden einige Investoren daraus ihre Schlüsse ziehen. Vielleicht auch nicht.