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24-10-2001:

Kapitel GForce - Hacker-Geplänkel

Man könnte dieses Kapitel auch "Höflichkeit unter Hackern" titulieren, aber diese Episode gibt einen guten Einblick darüber, wie professionell Yihat operiert und welches Ansehen die Mitglieder genießen.

Nachdem die Jagd auf die Terroristengelder abgeblasen wurde (beziehungsweise im "Untergrund" weitergeführt wird), machte sich Yihat die Definition der britischen Regierung zu eigen, wonach Hacker Terroristen sind. Natürlich nur, wenn sie nicht zu der westlichen Welt halten.

Neuer Feind war die Gruppe GForce aus Pakistan, die im Oktober von sich reden machte, als sie mehrere militärische Seiten der USA defaceten. Auf den gehackten Seiten fanden sich Bilder von getöteten Kindern, antijüdische Parolen und die Ankündigung, in den nächsten Wochen 1500 Webseiten zu hacken.

Yihat nahm sich - wie immer ungebeten - des Falls an. Ein Mitglied wurde beauftragt, Mitglieder von GForce ausfindig zu machen. Der wandte sich daraufhin an die Betreiber der Seite Attrition.org, auf der frühere Hacks von GForce dokumentiert waren.

I would be the last one to advocate censoring them or cutting them off, but if they are launching cyber-attacks from your domain you should probably keep an eye on them.

An sich ein sinnloses Unterfangen, da Defacement-Archive in der Regel nicht mit Hacker-Gruppen identisch sind und ihre Informationen freiwillig publizieren. Desweiteren hat Attrition schon im Mai 2001 seinen Archivservice wegen Arbeitsüberlastung eingestellt. Attrition ließ es jedoch nicht dabei bewenden, sondern antwortete in gereiztem Tonfall, der auf der Seite dokumentiert ist. In den Mailwechsel schaltete sich auch Kim Schmitz mit diffusen Drohungen ein.


good job,
they are fucked soon!
ciao
K.


Mittlerweile hat Yihat bekanntgegeben, dass sie einen Mitbegründer von GForce identifiziert hätten. Die superintelligenten Hacker ordneten dem Nicknamen eines GForce-Mitglieds mittels einer Suchmaschine einen Realnamen zu. Wie üblich wurden keine Details mitgeteilt. Newsbytes zitiert US-Experten, wonach ein Eingreifen der USA höchst unwahrscheinlich sei, da GForce keinen wirklichen Schaden anrichte.
Inwieweit eine solche Beweisführung verfängt, ist ebenfalls höchst fraglich. Kim Schmitz musste das am eigenen Leib erfahren, als die Seite securitynewsportal.com unter seinem Namen gehackt wurde.

 

Zusammenfassung
Legende
Wahrheit
Kim Schmitz hat Securitynewsportal gehackt Das Defacement trug zwar seinen Namen, seine Verstrickung ist aber höchst unwahrscheinlich
Arabische Hacker bedrohen die US-Sicherheit Die Gruppe GForce hat ein Ultimatum gestellt, stellt aber keine ernsthafte Gefahr dar.
YIHAT kämpft an der Seite der USA Die US-Regierung kommentiert die Aktivitäten dieser Gruppe nicht, stellt aber klar, dass diese Methoden nicht zu ihrem Vorgehen gehören.


11.10.2001 SPON: Bye, bye Kim Schmitz
11.10.2001 InternetWorld: Kimbels Hacker-Homepage gehackt
11.10.2001 PCtip: Peinlich: YIHAT-Website defaced
11.10.2001 Heise: Kimbles Hacker-Homepage gehackt
15.10.2001 InternetWorld: Kimble: Und wieder gehackt
15.10.2001 Onlinekosten.de: Hackerlegende Kimble wird demontiert - Webseiten mehrfach gehackt
16.10.2001 geldmachtspaß: Niemand mag Kimble
16.10.2001 PCtip: Hacker-Geplänkel rund um die YIHAT
24.10.2001 Internetworld: Kimble hackt angeblich Security-Website

 

Stichwort GForce
Die Gruppe operiert angeblich von Pakistan aus und hat in den letzten Monaten viele Webseiten defaced, um darauf antijüdische, antiisraelische und anti-indische Parolen zu verbreiten. Viele Seiten sind ziemlich unappetitlich, da GForce mit Vorliebe Bilder von entstellten Leichen verwendet.